Zum Inhalt springen
Natürliche Unterstützung für Leber- und Blutzuckerbalance ❤️
Kostenloser Versand für alle Bestellungen über 50 € 📦 (ganz Europa)

Die weiße Maulbeere: Vom Seidenbaum zum Blutzucker-Blatt

Wer an Maulbeeren denkt, hat meist die dunklen, süßen Früchte vor Augen. Doch die interessanteste Geschichte dieses Baums erzählt nicht die Frucht, sondern das Blatt. Dieser Beitrag ist der Auftakt einer kleinen Reihe über die weiße Maulbeere - die Pflanze hinter unserem zweiten Präparat Suxero®.

Ein Baum, der Seide möglich machte

Die weiße Maulbeere (Morus alba) stammt aus China und wird dort seit rund 5.000 Jahren kultiviert - nicht wegen ihrer Früchte, sondern weil ihre Blätter die einzige Nahrung der Seidenraupe (Bombyx mori) sind. Ohne Maulbeerblatt keine Seide, ohne Seide keine Seidenstraße. Über diesen Handelsweg gelangte der Baum nach Persien, in den Mittelmeerraum und schließlich nach Mitteleuropa, wo er heute in manchen Gärten und Parks steht.

Wer Seide produzieren wollte, brauchte zwei Dinge: die Raupen und genügend Maulbeerlaub. Wo immer Seidenzucht betrieben wurde, wurden deshalb auch Maulbeerbäume gepflanzt. So wanderte die Pflanze mit dem Handel um die halbe Welt, lange bevor jemand ihre Inhaltsstoffe untersuchte.

Die weiße Maulbeere botanisch betrachtet

Die weiße Maulbeere gehört zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Sie wächst als Baum oder großer Strauch und ist erstaunlich genügsam. Ihre Blätter sind breit, herzförmig und oft gelappt, was bei jungen Trieben besonders auffällt. Die Früchte sind trotz des Namens nicht immer weiß, sie reichen von cremefarben über rosa bis dunkelviolett. Der Name bezieht sich vielmehr auf die hellere Farbe der Knospen.

Für die Verwendung als Pflanzenextrakt ist vor allem das Blatt interessant. Sein Gehalt an Inhaltsstoffen schwankt je nach Sorte, Standort, Erntezeitpunkt und Blattalter deutlich. Das ist einer der Gründe, warum wir später in dieser Reihe ausführlich über Standardisierung sprechen.

Das Blatt auf dem Tisch

In China, Japan und Korea wird Maulbeerblatt seit Jahrhunderten nicht nur verfüttert, sondern getrunken: als Tee, traditionell zu den Mahlzeiten. In Japan heißt er Kuwa-cha. Die Beobachtung dahinter ist alt: Wer das Blatt zum Essen nimmt, verträgt reichhaltige Mahlzeiten nach Überlieferung besser. Ob und warum das stimmen könnte, ließ sich lange nicht belegen. Erst die moderne Forschung hat einen möglichen Grund dafür gefunden.

Was im Blatt steckt: 1-DNJ

Maulbeerblatt enthält einen ungewöhnlichen Stoff: 1-Desoxynojirimycin, kurz 1-DNJ. Chemisch sieht er einem Zuckerbaustein zum Verwechseln ähnlich - und genau das macht ihn interessant. Im Dünndarm bindet er an die Enzyme, die Kohlenhydrate in einzelne Zucker spalten, und bremst sie. Ein japanisches Forschungsteam um Kimura zeigte 2007 in einer Studie am Menschen, dass ein an 1-DNJ angereichertes Maulbeerpulver den Anstieg des Blutzuckers nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit gedämpft hat. Wie der Mechanismus im Detail funktioniert, erklären wir im nächsten Beitrag der Reihe.

Wichtig für die Einordnung: Die Studie untersuchte ein Pulver, kein Präparat von BerBerSan®, und sie sagt nichts über die Wirkung eines bestimmten Produkts aus. Einen Überblick über die Forschungslage findest du auf unserer Seite Forschung.

Von der Berberitze zur Maulbeere

Für uns bei BerBerSan® schließt sich damit ein Kreis. Die Berberitze aus Persien hat uns zur Leber und zu den Blutfetten geführt. Die Maulbeere aus China führt uns zum Blutzucker rund um die Mahlzeit. Beide Pflanzen haben eine jahrhundertealte Tradition, beide werden heute wissenschaftlich untersucht - und beide verarbeiten wir flüssig, in Braunglas, in Österreich. Suxero® kombiniert einen auf 5 % 1-DNJ standardisierten Maulbeerblatt-Auszug mit Chrom und Vitamin C.

Fazit

Die weiße Maulbeere ist mehr als ein Seidenraupenfutter. Ihr Blatt begleitet in Asien seit Jahrhunderten die Mahlzeit, und sein Inhaltsstoff 1-DNJ gehört heute zu den am besten untersuchten Pflanzenstoffen rund um den Blutzucker nach dem Essen. Mit Suxero® bringen wir dieses Blatt als flüssiges Präparat in die österreichische Apotheke.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Maulbeerblatt und Maulbeerfrucht?

Die Frucht ist süß und wird als Obst gegessen oder getrocknet. Das Blatt schmeckt grasig-mild und enthält andere Inhaltsstoffe, vor allem 1-DNJ. Wenn zur weißen Maulbeere im Zusammenhang mit dem Blutzucker nach dem Essen geforscht wird, geht es in der Regel um das Blatt.

Warum steht die weiße Maulbeere auch in Europa?

Weil sie als Futterbaum für die Seidenraupe über die Seidenstraße nach Europa kam. Sie ist robust und wächst auch in unserem Klima.

Kann ich Maulbeerblatt-Tee statt eines Präparats trinken?

Tee ist eine traditionelle Zubereitung, der 1-DNJ-Gehalt schwankt dabei aber stark und lässt sich kaum abschätzen. Ein standardisierter Auszug enthält eine definierte Menge. Wenn du Medikamente gegen Diabetes nimmst, sprich Änderungen bitte immer mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder der Apotheke ab.

Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel, kein Arzneimittel. Für Maulbeerblatt/Berberin ist in der EU keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen; Chrom trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei.

Quellen: Kimura T et al. Food-grade mulberry powder enriched with 1-deoxynojirimycin suppresses the elevation of postprandial blood glucose in humans. J Agric Food Chem 2007. doi.org/10.1021/jf062680g